Strothi erzählt was ihn bewegt…

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Don’t hesitate – become a deleG8

BecomeDeleG8Moin alle zusammen,

wie viele von euch ja wissen, arbeite ich seit geraumer Zeit für Model G8 Germany e.V. Während ich noch im März als Umweltminister der Deutschen Delegation nach Mailand geflogen bin, leite ich seit ein paar Monaten nun das Ressort Gipfelbetreuung. Daher freut es mich umso mehr, endlich verkünden zu können, dass die Ausschreibung für die kommende Delegation nun endlich begonnen hat. Nachdem am Wochenende alle wichtigen Dokumente online gegangen sind, haben wir heute damit begonnen, die Ausschreibung über die diversen Verteiler zu jagen ;-)

Bevor ich jetzt hier groß rumlaber, um was es geht oder warum man sich eigentlich bewerben sollte, verweise ich euch doch besser auf unsere Seite, auf der das alles fein erklärt wird. Dort findet ihr dann nicht nur das Bewerbungsformular, sondern auch die FAQ, in der (hoffentlich) alle eure Fragen beantwortet werden :-)

Deadline für die Bewerbung ist der 31.12.2009. Mailand war als Delegierter genial, der kommende Gipfel findet in Vancouver, Kanada statt und wird mit Sicherheit ebenso klasse. Also kann ich euch nur empfehlen: Bewerbt euch jetzt!

Und weg, euer Strothi

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3 Comments

  1. Wie geht es denn zusammen, auf der einen Seite die Unfähigkeit der internationalen Politik anzuprangern, eine Lösung auf das Problem des Klimawandels zu finden, keine Klimagerechtigkeit und klimaschonende Produktion herzustellen und auf der anderen Seite zu Simluationsspielen der G8 auzurufen.
    Der ungezügelte Kapitalismus, der auf jedem G8 Treffen von neuem als Weltordnung festgeschrieben wird indem sich die 8 mächtigsten Länder auf die Spielregeln der Welt einigen, ist die größte Ursache und das größte Hemmnis für die Klimawende, für einen ökologische und nachhaltige Produktionsweise. Das sollte man sicher doch als Student von Öffentlichem Umeweltmanagement doch mitbekommen haben.

  2. Moin,

    danke für deinen Kommentar. Nun, im Prinzip würde ich dir zu 100% recht geben, wenn es sich beim G8/G20 Youth Summit um eine reine Simulation handeln würde. Doch dies ist nicht der Fall. Ziel ist es ja gerade, die Stimme der jungen Generation zu den Themen der G8 – ab diesem Jahr der G20 – darzustellen und eben andere Lösungswege aufzuzeigen als die, die in der “realen Welt” so oft kritisiert werden. Im Gegensatz zu MUNs, wo a) jeder irgendein Land vertritt, aber nicht zwangsläufig darüber viel weiß und b) es nachher keinen interessiert, was hinten bei rauskommt, wird beim G8/G20 Youth Summit real verhandelt. Das heißt, die Delegation selbst legt die Linie fest und die muss sich nicht zwangsläufig mit der Regierungsposition gleichen (sollte aber auch nicht zu unrealistisch sein). Außerdem arbeiten wir mit den Regierungen zusammen und übergeben im Anschluss an den Summit unsere Ergebnisse den Staats- und Regierungschefs. Ob das dann einen Einfluss hat, ist eine andere Frage. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass reine fundamentale Kritik an einer Institution wie der G8/G20 letztendlich nicht so erfolgreich sein wird wie wenn man versucht, die Prozesse von einer konstruktiven Seite her zu betrachten. Natürlich kann man genauso argumentieren wie du und die G8 verdammen. Ich sehe das allerdings sehr pragmatisch und denke, dass man sich nicht vor den politischen Realitäten verschliessen darf. Darüber hinaus geht es auch einfach darum, aufzuzeigen, wie kompliziert es ist, auf internationaler Ebene bestimmte Dinge durchzusetzen. Als Umweltminister der letzten Delegation habe ich dabei nicht nur mit meinen “Kabinettskollegen” um den Stellenwert von Nachhaltigkeit gestritten, sondern auch mit meinen Ministerkollegen. So gab es zum Beispiel einige Punkte, die den Gipfel fast hätten scheitern lassen, weil wir uns auf keinen Kompromiss einigen konnten. Zusammengefasst will ich damit sagen, dass a) du in deiner Kritik an den G8 sicher recht hast, aber b) sich meiner Meinung nach eine reflektierte Auseinandersetzung mit den G8/G20 in dem Format, in dem wir das machen, definitiv lohnt. Da ist es dann halt am jeweiligen Umweltminister gelegen, sich so gut wie möglich in der Delegation und später auf dem Gipfel durchzusetzen. Letzter Punkt: Im Prinzip kritisierst du ja die G8 als Institution und ihren Stellenwert. Das sehe ich ähnlich, u.a. deswegen haben wir das ja nun auch auf die G20 ausgeweitet. Wichtig ist uns, dass die Delegationen wirklich aus dem Land kommen, das sie vertreten. Nur dadurch können wir unseren Anspruch rechtfertigen, einen Gegengewicht zur G8/G20 aus der Perspektive unserer Generation zu sein.

    Liebe Grüße,

    Strothi

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