Conferencing for experts ;-)

Mai
2008
03

posted by on Deutsch, Work

Moin auch,

nachdem ich gerade ziemlich vollgefressen (schuld sind meine Spaghetti mit komplett selbstgemachter Bolognese! 😀 ) auf meinem Sofa chille, dachte ich, ich schreibe mal wie die OECD/UNEP Konferenz ĂƒÂŒber „Ressource Efficiency“ vor etwas ĂƒÂŒber einer Woche eigentlich so gelaufen ist…

Mittwoch:

Wie ich ja schon im letzten Beitrag geschrieben hatte, war der Vortrag von Ernst Ulrich von WeizsÀcker wirklich gut, weil auch ein wenig provokant. Die VortrÀge die danach folgten waren auch ganz interessant, aber bei weitem nicht so gut wie der EinfĂƒÂŒhrungsvortrag von Herrn WeizsÀcker – meiner bescheidenen Meinung jedenfalls. Nachdem ich bei dem anschliessenden Cocktailempfang nett mit meinen Kollegen und Leuten von der Internationalen Handelskammer geschnackt hatte, nutzte ich die Möglichkeit den hinter uns stehenden Herrn WeizsÀcker anzusprechen, so dass sich ein echt nettes und interessantes GesprÀch mit ihm entwickelte, was von unseren MÀdels direkt zu einer kleinen Fotosession genutzt wurde… :mrgreen: (Foto folgt demnÀchst) Kurze Zeit spÀter machte ich mich auf, um kurz bei Sandra, Alba, Kasia und Kate in der WG vorbeizuschauen, die gut staunten, als ich im Anzug vor der TĂƒÂŒr stand… 😀 Danach ging’s dann zu meiner Sportsbar, um mir Champions League anzugucken.

Donnerstag:

Donnerstag war mit Abstand der anstrengendste Tag der Konferenz. Der Tag begann frĂƒÂŒh mit ein paar allgemeinen EinfĂƒÂŒhrungsvortrÀgen, bevor es in die „Module“ gehen sollte (es gab insgesamt 6, jeweils drei gleichzeitig einmal von 10-13 Uhr und von 15-18 Uhr. So konnte sich also jeder Teilnehmer zwei verschiedene Module nach Wahl anhören.) Ungewollter komischer Höhepunkt war der EinfĂƒÂŒhungsvortrag von einem Japaner, den leider niemand verstanden hat. Nicht etwa, weil er japanisch geredet hÀtte. Nein, nach einigen Minute waren wir uns dann doch einig, dass er wohl auf Englisch reden wĂƒÂŒrde – dumm nur, dass man ihn leider so gar nicht verstehen konnte 😕 Der Knaller war aber Sinas Idee, sich doch mal die ÃƓbersetzer anzuhören… Um es kurz zu machen, nach einer gewissen Zeit hatten diese aufgegeben – es war einfach beim besten Willen nicht zu verstehen… :mrgreen: Mit einer knappen Stunde VerspÀtung ging es dann in das erste Modul. Hier bestand meine Aufgabe darin, mich zusammen mit einer Kollegin von der OECD um die Technik und Organisation im Raum zu kĂƒÂŒmmern – so die Theorie… Die Praxis sag nÀmlich nach 10 Minuten etwas anders aus: Im Raum saÃƞen im Quadrat angeordnet ca. 60-70 Teilnehmer und vorne der Chair, Rapporteur und jeweils ein ReprÀsentant der OECD und UNEP neben den 8 Vortragenden. Nach dem ersten Vortrag lief ich nach vorne, um die Teilnehmerliste zur Korrektur durchzureichen, doch dazu kam ich gar nicht mehr. Mein Chef lief auf mich zu, meinte zu mir „Ich muss weg, setz‘ dich nach vorne, du musst mich als UNEP-ReprÀsentant vertreten!“ und weg war er 😯 Äh, ok, und nun? Nun saÃƞ ich da, etwas irritiert und wusste nicht so ganz, was ich machen sollte. Da alle neben mir (also vorne, Chair etc.) fröhlich am mitschreiben waren und ich nun der einzige war, der nix tat, kam ich mir recht dÀmlich vor. Also organisierte ich mir einen Kugelschreiber von dem netten britischen Prof. neben mir und fing an, auch mitzuschreiben. Wie ich am Ende rausfand, bestand die Rolle der ReprÀsentanten nur darin, die jeweilige Organisation physisch zu vertreten . Dadurch das ich mitgeschrieben habe, hab ich aber doch ziemlich konzentriert zugehört und viel gelernt. 😀 Nachdem Janet und Sonia mich netterweise zum Essen eingeladen hatten, ging es nachmittags mit „meinem“ Modul weiter. HierfĂƒÂŒr hatte ich das Background Paper fĂƒÂŒr die Experten geschrieben, so dass ich mit dem Thema sehr vertraut bin und erhoffte mir ein paar aktuelle Infos. Leider waren die VortrÀge zwar ganz ok, aber Neues habe ich nicht gelernt. Vielmehr hatte ich mit der Technik zu kÀmpfen, da die jeweiligen Redner sich irgendwie abgesprochen hatten, mich dadurch auf Trapp zu halten, immer ein anderes Mikro nutzen zu wollen… Ganz groÃƞes Tennis, wenn ich dem Redner nen Stabmikro verpasse, der das 5 Minuten nutzt, sich zur Wand dreht und das Mirko auf HĂƒÂŒfthöhe hÀlt… 🙄 :mrgreen: Soviel dazu.

Freitag:

Freitag war ich dann mittlerweile doch recht mĂƒÂŒde, so dass ich zweitwillig bei den abschiessenden VortrÀgen kurz vor’m Einschlafen war, wovor mich regelmÀÃƞig das ÃƓbersetzungsgerÀt rettete, was beim einschlafen auf meinen Oberschenkel fiel wodurch ich wieder wach wurde… :mrgreen: Dementsprechend verbrachte ich den restlichen Tag nach Ende der Konferenz auch im Bett 😀

Fazit:

Insgesamt denke ich, dass wir mit recht von einer erfolgreichen Konferenz reden können. Im Endeffekt hat alles ganz gut geklappt, die Teilnehmer waren alle sehr zufrieden und auch inhaltlich hat sich das ganze fĂƒÂŒr mich gelohnt 😀

So, soviel dazu, nun zum „Leben drum rum“ im nÀchsten Eintrag 😀

Und weg, Strothi

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